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Naturerlebnis: Der Wald von Maria Eich

Waldführung von Greenpeace München in Maria Eich Juli 2026

Während die Klimakrise aufgrund der aktuellen Hitzewelle gerade wieder in den Nachrichten ist, bleibt ihre große Schwester, die Biodiversitätskrise, eine unterschätzte Gefahr. Bei unserem geführten Waldspaziergang am 31.7. im Klosterwald Maria Eich in Planegg konnten Teilnehmer:innen an vielen Beispielen erfahren, wie das Netzwerk Natur funktioniert, wie eng wir Menschen darin eingebunden sind und wieviel Zeit natürliche Prozesse brauchen.

Im geschützen Wald von Maria Eich gibt es uralte Eichen, die Lebensraum für bedrohte Urwaldrelikt-Käferarten, Vögel und Fledermäuse sind. Dort kommt enorm hohe Biodiversität auf extremst kleiner Fläche zustande. Im Vergleich des Zustands der einzelnen Entwicklungszonen des Biodiversitätswaldes konnten die Teilnehmer:innen erkennen, wie unsere Übernutzung der Wälder durch Forstwirtschaft die einst stabilen Ökosysteme inzwischen massiv geschädigt hat. Die Teilnehmer:innen verstanden, dass sich viele solcher Schäden nicht schnell wieder reparieren lassen, sondern dass dies Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte dauern kann. Entsprechend achtsam sollten wir mit unseren Wäldern umgehen.

Auf all diese Zusammenhänge reagierten die Teilnehmer:innen des Waldspaziergangs sehr interessiert, erstaunt und begeistert. Zum Teil waren sie auch bestürzt, wie stark der menschliche Einfluss unseren Wäldern schaden kann.

Aber was kann nun jede:r Einzelne von uns tun? Und was bringt das überhaupt? Das haben wir am Ende des Spaziergangs in der Gruppe diskutiert. Die meisten zeigten sich betroffen und motiviert, selbst etwas im Alltag zu ändern oder sich Gedanken darüber zu machen. Die einfachste Maßnahme für Privatpersonen ist, Holz und Papier verantwortungsbewusst zu nutzen und wo möglich auf Recycling-Produkte zurückzugreifen. Politisch gibt es noch mehr Hebel, wie zum Beispiel die Eindämmung von Flächenfraß und den Verzicht auf Monokulturen im Wald.

Nach gut drei Stunden haben alle betont, dass es eine schöne und interessante Zeit im Wald war, die ihnen viel Spaß gemacht hat. Die folgende Rückmeldung ist nach dem Spaziergang bei uns eingegangen:

„Ich habe sehr viel erfahren über die Zusammenhänge wie sich Bäume und die anderen Lebewesen im Wald gegenseitig bedingen und unterstützen und dass Biodiversität wesentlich mehr ist als Artenvielfalt. Die Initiatorin hat mit ihrer symphatischen und nie belehrenden Art viel Fachwissen auf gut verständliche Weise vermittelt und das alles bei einem schönen Waldspaziergang! Und natürlich wurde ich auch zum Nachdenken angeregt, was wir alle für den Umweltschutz tun können. Ich bin bin beglückt und nachdenklich nach Hause gegangen, nochmals herzlichen Dank!“

Hoffnung im Biodiversitätswald Maria Eich: Stammaustrieb einer Buche, die schon vor geraumer Zeit gefällt wurde.
Hoffnung im Biodiversitätswald Maria Eich: Stammaustrieb einer Buche, die schon vor geraumer Zeit gefällt wurde.

Übrigens: Wir bieten in unregelmäßigen Abständen geführte Waldspaziergänge in und um München zu verschiedenen Themen an. Die Ankündigungen veröffentlichen wir auf unserer Terminseite. Der nächste Waldspaziergang findet am 14.8. in der Aubinger Lohe statt.

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