Mit einem farbigen Feuerwerk endete unsere einstweilige Kooperation mit dem Lenbachhaus in München. Passend zur Ausstellung „Was zu verschwinden droht wird Bild“ haben wir die letzten Monate immer wieder Klima–Kunstaktionen durchgeführt. Der letzte Abend am 06. August war dem Thema Fast Fashion gewidmet.
Kaum waren die Kleidungsstücke für die Kleidertausch-Party aufgehängt, herrschte auch schon ein reges Treiben. Die Besucher:innen freuten sich über Second-Hand Kleidung, die sie mit nach Hause nehmen konnten. Mehrmals wurde gefragt, ob sie das wirklich einfach mitnehmen dürften. Ja, sehr gerne! Denn wir wollen etwas dafür tun, dass Kleidung wieder einen Wert erhält.
Denn so kann es mit der Überproduktion auf Dauer wirklich nicht weitergehen. In der Atacama Wüste in Chile gibt es einen Berg aus Altkleidern, den man sogar auf Aufnahmen vom All aus sehen kann. Vieles, was dort liegt, ist auch Plastikkleidung und es wird ewig dauern, bis diese verrottet. Ganz zu schweigen von den Schäden, die sie dort für die Natur und die Menschen, die dort leben, hinterlässt.
Das ist nur ein krasses Beispiel. Aber es gibt noch viele weitere, die uns immer wieder zeigen, dass es nicht liegt, dass wir zu wenig über Umweltschäden und was wir dagegen tun könnten, wissen. Das eigentliche Problem liegt darin, dass wir irgendwie nicht in die Gänge kommen und konträr zu unserem Wissen handeln.
Damit der Abend nicht ganz so düster wurde, haben wir Aktivist:innen unsere Kleiderschränke geplündert. Die ältesten Lieblingsstücke wurden rausgekramt und am Abend bei einer Modenschau im Garten des Lenbachhaus präsentiert. Da gab es Teile aus den siebziger und achtziger Jahren, die aktuell wieder hoch im Kurs stehen. Besonders schön fanden wir es, dass auch Besucher:innen, die vorab von der Aktion gelesen hatten, mitgelaufen sind.



