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Was ein Kühlschrank und ein Fahrrad im Lenbachhaus zeigen

Am 07. Mai war es wieder soweit und das Lenbachhaus in München hat kostenlos seine Türen für den Free&Easy Abend geöffnet, der einen Namenswechsel durchgemacht hat und jetzt Extra+ heißt. Ansonsten sind die Rahmenbedingungen gleich – man kommt einfach zwischen 18 und 22 Uhr vorbei und kann bei freiem Eintritt die Ausstellung und sonstiges Programm genießen.

Dieses Mal war richtig viel los. Im Garten gab es eine Performance, die von bekannten Künstler:innen durchgeführt wurde. Außerdem hatte das Klimanetz München wie schon in den vergangenen Monaten sowohl am Eingang als auch im Innen-Bereich viele Stationen.

Im Lenbachhaus gibt es den Ofen” von Joseph Beuys. Dieses Kunstwerk hat einen Klimaaktivisten dazu ermuntert, eine Installation vor dem Lenbachhaus aufzubauen. Wenn Ihr wissen wollt, was der Ofen mit einem Kühlschrank, einer Regenwanne und einer Wärmepumpe zu tun hat, dann schaut doch mal hier rein.

In der Ausstellung „Was zu verschwinden droht, wird Bild“ gab es auch dieses Mal Aktivist:innen, die sich mit bearbeiteten Bildern neben die Originale gestellt haben. Zum Beispiel wurde ein Bild mit einem schönen, intakten Wald so bearbeitet, dass man die Lichter einer Öl-Raffinerie durch den Wald blinken sieht.

In der Ausstellung gibt es außerdem zwei Büsten. Eine Aktivistin hat sich gefragt, worüber die beiden sich wohl unterhalten. Was dabei herausgekommen ist, kann man auch jetzt noch nachhören.

Im Treppenhaus hingen auch dieses Mal wieder Fotos von bekannten Orten oder Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel Venedig, Hamburg, die Bahamas oder das Victoria Memorial in Kalkutta (Indien). Daneben gab es Jahreszahlen und Zentimeter-Angaben für den Anstieg des Meeresspiegels an jedem dieser Orte. So konnte man, während man die Treppen hinauf stieg, darüber nachdenken, wann diese Orte aufgrund der Klimaerwärmung verschwinden werden.

Um zu zeigen, wie aufwändig Energie-Erzeugung ist, haben wir ein Fahrrad aufgestellt, auf dem man radeln und so eine Lichterkette in Gang setzten konnte. Mit 10 Stunden Radeln erzeugt man eine Kilowattstunde. Damit kann man entweder eine warme Mahlzeit zubereiten oder 3 Minuten warm duschen (nicht heiß!) oder einmal Wäsche mit 60 °C waschen. Aber möchte man nicht nach 10 Stunden Radtour kochen, essen und Wäsche waschen? Anhand von Grafiken aus dem Buch „Erneuerbare Energien: Zum Verstehen und Mitreden“ von Charlotte Kelschenbach konnten die Besucher:innen im Lenbachhaus einen Eindruck bekommen, wie viel Energie eigentlich Kleinigkeiten verbrauchen über die man gar nicht nachdenkt und wie anstrengend die Erzeugung wäre, müssten wir diese selbst leisten.

Ein weiterer wichtiger Baustein für den Klimaschutz ist Ernährung. Mit pflanzlichen Lebensmitteln tut man außerdem den Tieren und der eigenen Gesundheit etwas Gutes. Passend dazu hatten wir Informationen zur Planetary Health Diet dabei.

Wer daraufhin zu dem Entschluss gekommen ist, dass die Zeit zum Handeln jetzt ist, der konnte sich vor Ort zu den unterschiedlichen Organisationen im Klimanetz München informieren und herausfinden, wann die nächsten Treffen stattfinden. Denn jede:r kann etwas für den Klimaschutz tun und nur gemeinsam schaffen wir es, diesen Planeten für uns Menschen lebenswert zu erhalten.

Ihr seid neugierig geworden und wollt uns in Aktion erleben? Dann kommt gerne am 04. Juni 2026 zwischen 18:00 und 22:00 Uhr ins Lenbachhaus wenn es dann heißt „Lust auf Frieden und klimagerechtes Leben”. Wir freuen uns auf Euch!

Übrigens: Dieses Mal und auch beim nächsten Termin am 04. Juni gibt es eine Wirkungsbefragung der Aktionen, die von einer Studierenden der Ludwig-Maximilians-Universität durchgeführt und ausgewertet wird. Ziel ist es, herauszufinden, wie die Besucher:innen unsere Stationen und Aktionen in der Ausstellung und darum herum wahrnehmen und wertschätzen. Als Dankeschön gab es auch eine Kleinigkeit in Form eines gesunden Snacks oder einer Pflanze.

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