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Für sauberes Wasser: Überdüngung stoppen!

Wasserglas

Am Sonntag, den 21.6. waren wir beim Tollwood-Festival im „Mut & Machen“ Pavillon. Viele Besucher:innen hatten Spaß mit unserem Glücksrad und Quiz. Für alle, die zu Hause mal knobeln möchten, hier zwei Fragen (Die Antworten gibt es am Ende dieser Seite.):

Frage 1: Welchen Einfluss hat Massentierhaltung auf Seen und Meere?

Frage 2: Wieviel Strafe müsste Deutschland an die Europäische Union zahlen, wenn die Dünge-Gesetze aufgeweicht würden?

Aber wir hatten nicht nur Spiel und Spaß dabei, sondern auch ein ernstes Thema: Durch Überdüngung auf den Feldern landet immer mehr Nitrat in Gewässern und sogar im Grundwasser. Damit ist sauberes Trinkwasser in Gefahr und Wasserwerke müssen es aufwändig reinigen. Die Kosten dafür müssten wir alle mit unseren Wassergebühren bezahlen.

Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer (CSU) will nun die Dünge-Gesetze sogar aufweichen. Wir stellen uns entschieden dagegen und haben beim Tollwood Unterschriften gesammelt. Denn zu viel Nitrat im Trinkwasser wäre ungesund. Bei der Verdauung von Nitrat entstehen Nitrosamine, die Krebs verursachen können. Außerdem wird Nitrat im Körper in Nitrit umgewandelt. Nitrit hemmt bei Säuglingen den Sauerstofftransport im Blut, was lebensbedrohlich sein kann. In Badegewässern entstehen bei Nitratüberschuss Blaualgen. Blaualgen produzieren Giftstoffe, die zu Hautreizungen und Magen-Darm-Problemen führen. Teilweise werden Strände deshalb gesperrt.

Du hast unseren Infostand verpasst? Das macht nichts. Für sauberes Wasser unterschreiben kannst du auch online:
https://act.greenpeace.de/wasser-schuetzen

Anfang Juli stimmt der Bundestag über die Dünge-Regeln ab. Hier kannst du eine Protest-Mail an Abgeordnete schreiben:
https://act.greenpeace.de/trinkwasser-schuetzen

Antworten auf die Quiz-Fragen:

Frage 1: Wo viele Tiere gehalten werden, entsteht viel Gülle. Die Gülle wird als Dünger auf Felder gebracht, oft viel mehr als die Pflanzen dort zum Wachsen brauchen. Die überschüssigen Nährstoffe versickern oder werden bei Regen ausgewaschen. Am Ende landen sie in Seen, Flüssen und Meeren. Dort düngen sie Algen, die dann zu viel wachsen. Bakterien, die absterbende Algen zersetzen, vermehren sich stark und nehmen Fischen und anderen Lebewesen den Sauerstoff zum Atmen.

Frage 2: Schon vor einigen Jahren lief ein Vertragsverletzungsverfahren bei der Europäischen Union, weil Deutschland europäische Dünge-Richtlinien nicht ausreichend umsetzte. Das Verfahren wurde 2023 eingestellt, nachdem die Bundesregierung Besserung versprach. Damals standen Strafzahlungen von bis zu 850.000 Euro pro Tag im Raum. Sollten die Dünge-Regeln nun tatsächlich aufgeweicht werden, könnten ähnlich hohe Strafen drohen, die dann aus unseren Steuergeldern bezahlt werden müssten.

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