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„Die Reise zum Klima“ von Markus Mauthe

Infostand im Rio Filmpalast vor der Multivisionsshow von Markus Mauthe

Am 25. Februar war Markus Mauthe zu Gast im Rio-Filmpalast in München. Mit eindrucksvollen Bildern hat er sowohl die Schönheit unserer Erde als auch ihre Zerstörung gezeigt. Dadurch wurde deutlich, dass es sich lohnt, sich für den Erhalt der Lebensgrundlagen einzusetzen. Das ist nicht nur im Sinne der Natur, sondern auch im Sinne der Menschen und der internationalen Gerechtigkeit.

Für die Reportage war Markus Mauthe an fünf Orte gereist, an denen Klima-Kipppunkte besonders deutlich werden:

Der brasilianische Regenwald ist durch Abholzungen bedroht, die Raum für Rinderweiden und Soja-Anbau schaffen. Das Problem: Die großen Kahlflächen heizen sich auf und führen dazu, dass der Regenwald austrocknet. Das schadet nicht nur dem Wald und den Menschen und Tieren, die dort leben, sondern auch dem Klima auf der ganzen Welt. Denn der Regenwald am Amazonas leistet einen wichtigen Beitrag zum Wasserhaushalt auf der Erde.

Eine Gegend, in der sich die Klimaerhitzung schon sehr deutlich zeigt, ist die Sahelzone in Afrika. Im Senegal wird es immer schwieriger, Landwirtschaft zu betreiben. Brunnen trocknen aus und bei Tages-Temperaturen von über 40 °C können die Menschen nur in den frühen Morgenstunden auf den Feldern arbeiten. Gleichzeitig kämpfen auch die Fischer an der senegalesischen Küste ums Überleben, denn sie finden immer weniger Fische. Hier zeigt sich besonders deutlich die internationale Ungerechtigkeit. Denn sowohl die Klimakrise als auch die Überfischung der Weltmeere wurden maßgeblich durch Industrieländer im globalen Norden verursacht. Die Menschen im Senegal und anderen Ländern sind die Leidtragenden.

Weit im Norden, in Kanada, breiten sich Waldbrände in den borealen Wäldern immer weiter aus. Gleichzeitig macht den Menschen an der Nordküste der tauende Permafrost zu schaffen: Eigentlich ist der Boden im Norden von Kanada „tiefgefroren“. Aber durch die Klimaerwärmung taut er nun langsam auf. Häuser und Siedlungen werden nicht nur dadurch instabil, sondern auch durch den steigenden Meeresspiegel, der die Küste mehr und mehr einnimmt.

Nebenan, in Grönland, lässt sich beobachten, wie Gletscher abschmelzen und damit Süßwasser in den Atlantik einleiten. Das führt nicht nur zu mehr Wasser und einem Anstieg des Meeresspiegels, sondern bringt auch das Gleichgewicht im Ökosystem des Meeres und in den Strömungen durcheinander. Unter anderem wird dadurch der Golfstrom beeinträchtigt, der uns in Europa das angenehm milde Klima bringt.

Auf der anderen Seite der Erde, in Australien, führen die steigenden Temperaturen dazu, dass sich die wichtigen Algen auf dem Great Barrier Reef nicht mehr halten. Die Folge: Korallenbleiche. Wenn das Korallenriff stirbt, bedeutet das auch den Verlust des Lebensraums für viele Tiere und Pflanzen im Meer.

Alle diese Vorgänge können sich gegenseitig beeinflussen und verstärken. Wenn Kipppunkte erreicht werden, wären sie nicht umkehrbar. Aber noch ist es nicht zu spät und wir können als Gesellschaft umsteuern, indem wir aufhören fossile Energieträger wie Öl und Gas zu verbrennen, und indem wir Ressourcen maßvoll nutzen.

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