Am 30.3. haben wir am Rotkreuzplatz darüber informiert, welche Folgen die aktuellen Rückschritte in der Bundespolitik in Bezug auf Heizen mit fossilem Gas haben. Die sinnvolle Regelung im Heizungsgesetz, die neue Heizungen zu 65 Prozent erneuerbaren Energieträgern verpflichtet, wurde gekippt. Stattdessen gibt es jetzt eine „Grüngasquote“, die Privathaushalte langfristig teuer bezahlen. Das gilt insbesondere für Mieter:innen, die keinen Einfluss auf die Wahl des Energieträgers haben, wenn eine neue Heizung eingebaut wird.
Noch immer wird mehr als die Hälfte aller Gebäude in Deutschland mit fossilem Gas beheizt. Das ist klimaschädlich, macht uns abhängig von Importen und wird in Zukunft immer teurer. Laut der Organisation German Zero muss eine vierköpfige Familie in zehn Jahren 2000 Euro mehr fürs Gas bezahlen als heute. Das liegt an steigenden Netzentgelten und CO2-Bepreisung. Dabei sind Störungen der Energiemärkte durch geopolitische Krisen wie derzeit nicht mal eingerechnet.
Nicht nur für Privatpersonen wird es teuer, sondern auch für den Staat. Denn Deutschland verfehlt schon jetzt die Klimaziele im Gebäudesektor. Dafür muss der Staat in Zukunft aufgrund der EU-Klimaschutzverordnung zusätzliche Emissionsrechte kaufen. Besser wäre es, dieses Geld lieber gleich in klimafreundliche und zukunftsfähige Heizungen zu stecken. Das ginge zum Beispiel mit der Förderung von Wärmepumpen für Privathaushalte und mit dem Ausbau von Fernwärme auf der Basis von erneuerbaren Energien wie Geothermie.