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Kunst trifft Klima – Im März: Anstieg des Meeresspiegels

Kunst trifft Klima im Lenbachhaus am 5. März 2026

Am 5. März war es wieder soweit und das Lenbachhaus in München hat kostenlos seine Türen für den Free&Easy Abend geöffnet. Auch dieses Mal waren wir als Teil des Klimanetz München, das über 20 Natur- und Klimaschutz Organisationen aus München umfasst, dabei.

In der Ausstellung „Was zu verschwinden droht, wird Bild“ gab es auch dieses Mal Aktivist:innen, die sich mit veränderten Bildern neben die bekannten Gemälde gestellt haben. Auf dem Foto sieht man zum Beispiel den Verlauf von einem Gemälde mit Feld und Wiesen in eine Bearbeitung mit einer Straße.

Ausstellung "Was zu verschwinden droht, wird Bild"

In der Ausstellung gibt es außerdem zwei Büsten. Eine Aktivistin hat sich gefragt, worüber die beiden sich wohl unterhalten würden. Was dabei rausgekommen ist, kann man auch jetzt noch nachhören.

Im Treppenhaus hingen schwarz-weiß Fotos von bekannten Orten oder Sehenswürdigkeiten, wie zum Beispiel Venedig, Hamburg, die Bahamas oder das Viktoria Memorial in Kalkutta / Indien. Neben den Bildern befanden sich Jahreszahlen und Zentimeter-Angaben. Während man die Treppen hinauf stieg, konnte man so verfolgen, wann diese Orte unter dem ansteigenden Meeresspiegel verschwinden. Der Meeresspiegel steigt unter anderem deshalb an, weil im Zuge der Klimaerwärmung Gletscher abschmelzen und das Schmelzwasser die Ozeane füllt.

Darstellung des ansteigenden Meeresspiegels an verschiedenen Orten der Erde

Zugegeben, das sind sehr düstere Aussichten. Deswegen wurden die Besucher:innen damit auch nicht allein gelassen. Unten im Foyer konnten sie ihre Gefühle zu Papier bringen, und an einer Abstimmung teilnehmen.

Was fühlst du beim Gedanken an steigende Meeresspiegel?

Wer daraufhin zu dem Entschluss gekommen ist, dass jetzt die Zeit zum Handeln ist, konnte sich gleich am nahe gelegenen Infostand zu den unterschiedlichen Klimaschutz-Organisationen informieren und herausfinden, wann die nächsten Treffen stattfinden. Denn darum geht es in erster Linie bei all den Veranstaltungen in Zusammenarbeit mit dem Lenbachhaus: Das Thema Klimaschutz soll in den Mittelpunkt zurückkehren und wir müssen jetzt gemeinsam handeln. Alle sind wichtig und jede:r kann etwas tun. Dann können wir es noch schaffen, den Planeten für uns Menschen lebenswert zu erhalten.

Mitmach-Stand des Klimanetz München

Kunst kann dazu ein Mittel sein, das uns nicht nur rational, sondern auch auf anderen Ebenen erreicht. So hat uns eine Künstlerin ein großes Bild zur Verfügung gestellt. Darauf sieht man einen bekannten Kanal in Venedig. Dieser ist verschmutzt und in einer der Gondeln findet man lauter Müll. Eine aufgemalte Brücke ist von Touristen überfüllt und am Himmel stehen dunkle Wolken, die aus einem Kamin hervor quellen. Ein Mensch (ist es einer der großen Big Tech Chefs?) versucht, auf den Mond zu klettern. In den Fenstern der gemalten Häuser findet man unterschiedliche Fakten. Zum Beispiel einen Hinweis auf den Adria-Stöhr, der in den Gebieten rund um Venedig lebt und auf der roten Liste steht. Auch die Hilflosigkeit der Menschen, dass man sich lieber ins Private zurückzieht oder den Klimawandel verleugnen und verdrängen möchte, sind dargestellt. Aber es gibt auch Lösungsvorschläge. Zum Beispiel ist Frida Kahlo eingezeichnet, die eine starke Frau war und ihr Leben, trotz aller Schwierigkeiten gemeistert hat. Sie kann als Vorbild dienen, sich zum Beispiel für das Klima stark und beherzt einzusetzen.

Kunstwerk über Venedig im Klimawandel

Alles in allem war es ein gelungener Abend, an dem wir viele positive Rückmeldungen erhalten haben.

Zum übernächsten „Free&Easy“ Abend am 07. Mai sind wir wieder am Start.

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