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Was zu verschwinden droht

Schlittenberg vor dem Lenbachhaus am Königsplatz in München. Kunstaktion um auf die Klimakrise aufmerksam zu machen

Kunstaktion im Rahmen von „Free & Easy“ im Lenbachhaus am 05. Februar 2026

Bereits im Jahr 2025 wurde im Lenbachhaus die Ausstellung „Was zu verschwinden droht, wird Bild. Mensch – Natur – Kunst“ eröffnet. Jeden ersten Donnerstag im Monat findet dort von 18 bis 22 Uhr „Free & Easy“ statt – die Abendöffnung des Museums bei freiem Eintritt. In diesem Rahmen hat das Lenbachhaus in gerade diese Ausstellung das Bündnis Klimanetz München eingeladen, zu dem auch Greenpeace München gehört.

Das Klimanetz München möchte mit den Besucher:innen in den Austausch gehen, sich über die Klimakatastrophe und die möglichen Folgen unterhalten. Wie Jakob van Hoddis bereits 1911 in seinem Gedicht „Weltende“ vorausgesehen hat. Susanne vom Klimanetz München hat es für uns eingesprochen.

Gedicht Weltende – Jakob van Hoddis 1911

Am 05. Februar haben wir vor dem Lenbachhaus den Schlittenberg errichtet. Wir hatten ihn schon 2022 und 2023 auf dem Marienplatz errichtet. Nun wollten wir damit zum dritten Mal unter dem Motto „Früher war mehr Lametta Schnee“ auf die fortschreitende Klimakrise aufmerksam machen. Denn denkt man auch subjektiv „ach, der Winter war ja gar nicht so schlecht“, belegen die Fakten etwas anderes, zum Beispiel die Daten zu geschlossenen Schneedecken, wie sie uns das regionale Klimabüro des Deutschen Wetterdienstes zur Verfügung gestellt hat: Gab es im Jahr 1955 noch an 65 Tagen pro Jahr eine geschlossene Schneedecke in München, so waren es 2025 nur noch 9 Tage. Ja, die Winter schwanken, aber der Trend bleibt gleich. Was es mit der Schneeknappheit auf sich hat, beschrieb Gudrun Mühlbacher, die Leiterin des regionalen Klimabüros des DWD in München, im Jahr 2022 in einem Radiointerview bei Radio Lora, das immer noch aktuell und hier, ergänzt um eine aktuelle Erklärung, zum Nachhören ist (Originalsendung von 2022 bei Radio Lora).

Audioerklaerung zum Schlittenberg und Interview mit Gudrun Mühlbacher (DWD)

Klimaexpert:innen sind sich einig, dass die weltweite Durchschnittstemperatur im Vergleich zum vorindustriellen Niveau um maximal 1,5 Grad Celsius ansteigen darf, um drastische Folgen des Klimawandels zu vermeiden. Nach Aufzeichnungen des DWD liegt die Durchschnittstemperatur in Deutschland bereits heute mehr als 1 Grad Celsius über dem vorindustriellen Niveau. Für eine Stadt wie München bedeutet dies nicht nur wärmere Winter, sondern birgt laut Gudrun Mühlbacher auch das Risiko von häufigeren Starkregenfällen, die durch die hohe Bodenversiegelung in der Stadt leicht zu Überschwemmungen führen können.

Greenpeace fordert von der Bundesregierung, Maßnahmen umzusetzen, mit denen Klimaneutralität in Deutschland spätestens 2040 erreicht wird. Dafür müssen die letzten Kohlekraftwerke 2030 abgeschaltet werden und der Ausstieg aus der Verbrennung von fossilem Gas muss spätestens 2035 erfolgen. Auch im Verkehrssektor muss der Ausstieg aus fossilen Brennstoffen dringend vorangetrieben werden. Im Gegenzug müssen regenerative Energien und Energiespeicher ausgebaut werden.

Es wäre zu schade, wenn wir nach dem Motto der Ausstellung des Lenbachhauses „was zu verschwinden droht“ am Schluss Schnee nur noch von Bildern kennen.

Noch ist es nicht zu spät! Sie wollen gleich aktiv werden? Unterzeichnen Sie die Petitionen von Greenpeace, zum Beispiel aktuell zur Forderung der Wärmewende jetzt oder zu keinen Energie-Deals mit den USA. Hier direkt zur Webseite!

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