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Kleiderstatue aus Klamottenmüll am Odeonsplatz

In rund 10 Tagen werden Modekonzerne während der „Black Week“ wieder den Kauf von Wegwerf-Kleidung mit aggressiven Rabatt-Aktionen anheizen. Dagegen haben wir am 13. November mit einer fünf Meter hohen Kleiderstatue aus Klamottenmüll am Odeonsplatz protestiert. Die Installation, nach einem Entwurf der Künstlerin Emanuele Jane Morelli, besteht aus Textilien, die Greenpeace aus den Müllbergen des Kantamanto-Markts von Accra in Ghana gesammelt hat. Der Kantamanto-Markt zählt zu den größten Second-Hand-Märkten der Welt, wo Altkleider – auch aus Deutschland – zu immer größerer Umweltbelastung führen. Eine Ausstellung rund um die Kunst-Installation am Odeonsplatz zeigte die vermüllte Landschaft in Ghana.

Greenpeace fordert ein Anti-Fast-Fashion-Gesetz nach französischem Vorbild. Dieses umfasst eine Sonderabgabe auf Fast-Fashion-Produkte und fördert die textile Kreislaufwirtschaft, wie Second Hand, Reparatur- oder Tauschsysteme. Zudem verbietet es Werbung für Fast-Fashion, auch auf Social Media. Ein neues Rechtsgutachten im Auftrag von Greenpeace bestätigt, dass diese Maßnahmen auch in Deutschland rechtlich möglich sind.

Seit dem Jahr 2000 hat sich die weltweite Bekleidungsproduktion mehr als verdreifacht. Jedes Jahr werden bis zu 180 Milliarden Kleidungsstücke hergestellt, wovon bis zu 40 Prozent unverkauft bleiben und vernichtet werden. Gleichzeitig werden Textilien immer kürzer getragen. Über 60 Prozent der in Deutschland gesammelten Altkleider landen im Ausland, häufig auf Deponien oder in Flüssen.

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