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Naturschutzgebiet Rohrberg - Spessart

 

>Ausgedehnte Laubwälder mit uralten Bäumen und einer Artenvielfalt, wie sie nur selten in Deutschland zu finden ist: das ist der Spessart. Der Wald im Spessart hat eine herausragende Bedeutung für Klimaschutz und Artenvielfalt. Er steht beispielhaft für die letzten alten Laubwälder Deutschlands, die es zu schützen gilt.

Das Gebiet des sogenannten Heisterblocks im Zentrum des bayerischen Spessarts zählt mit seinen über 400-jährigen Eichen und ca. 180-jährigen Buchen zu den ältesten und schönsten größeren Wäldern Mitteleuropas. Hier sieht man die urwüchsige Schönheit, die Wälder auszeichnet, die natürlich alt geworden sind. Während die meisten deutschen Wälder durch drastische Eingriffe des Menschen wenig mit ursprünglichen, natürlich gewachsenen Wäldern zu tun haben, ist im Spessart noch der größte Teil der Wälder in einem naturnahen Zustand.

Statt diese wertvollen Wälder, die im öffentlichen Besitz sind und von den Bayerischen Staatsforsten bewirtschaftet werden, großflächig zu schützen, findet dort massive Forstwirtschaft statt. Greenpeace dokumentierte dort Anfang 2012 Kahlschläge, die flächig die Buchenwälder in Eichenkulturen umwandeln und systematischen Unterbau von alten Buchenwäldern durch die sehr umstrittene Nadelbaumart Douglasie. Naturnahe Buchenwälder werden so systematisch durch naturferne Douglasienbestände in der nächsten Waldgeneration ersetzt.

Ausgedehnte Laubwälder mit uralten Bäumen und einer Artenvielfalt, wie sie nur selten in Deutschland zu finden ist: das ist der Spessart. Der Wald im Spessart hat eine herausragende Bedeutung für Klimaschutz und Artenvielfalt. Er steht beispielhaft für die letzten alten Laubwälder Deutschlands, die es zu schützen gilt. Das Gebiet des sogenannten Heisterblocks im Zentrum des bayerischen Spessarts zählt mit seinen über 400-jährigen Eichen und ca. 180-jährigen Buchen zu den ältesten und schönsten größeren Wäldern Mitteleuropas. Hier sieht man die urwüchsige Schönheit, die Wälder auszeichnet, die natürlich alt geworden sind. Während die meisten deutschen Wälder durch drastische Eingriffe des Menschen wenig mit ursprünglichen, natürlich gewachsenen Wäldern zu tun haben, ist im Spessart noch der größte Teil der Wälder in einem naturnahen Zustand. 


Ein besonderer Wald 

Spessart KarteDie Wälder des bestehenden Naturparks Spessart erstrecken sich auf über 200.000 ha und zwei Bundesländer, Bayern und Hessen. Im Spessart findet man noch Wälder, die ansonsten in Deuschland selten geworden sind. Das Gebiet des sogenannten Heisterblocks im Zentrum des bayerischen Spessarts zählt mit seinen über 400-jährigen Eichen und ca. 180-jährigen Buchen zu den ältesten und schönsten größeren Wäldern Mitteleuropas. Hier sieht man die urwüchsige Schönheit, die Wälder auszeichnet, die natürlich alt geworden sind. Während die meisten deutschen Wälder durch drastische Eingriffe des Menschen wenig mit ursprünglichen, natürlichen Wäldern zu tun haben, ist im Spessart noch der größte Teil der Wälder in einem naturnahen Zustand.

Der Bundsandstein-Spessart umfasst einen 189.000 ha großen Naturraum, bewaldet überwiegend mit Buchen- und Eichenwäldern. Der Kernbereich des Spessarts wird abgedeckt durch die Forstbetriebe Rothenbuch (17.000 ha) und Heigenbrücken (17.000 ha). 

Der Buntsandstein-Spessart wird als notwendiger Handlungsraum für ein Schlüsselgebiet für Natürliche Entwicklung zu einem Rotbuchen-Verbund im Greenpeace Gutachten aufgeführt (Norbert Panek 2011). Auch als Nationalparksuchraum wird der Spessart von dem Umweltministerium seit Juli 2016 diskutiert. 

 

 


Geplantes Nationalpark Gebiet

In Bayern muss ein Nationalpark mindestens 10.000 Hektar groß sein – das ist eine Fläche von 10 mal 10 Kilometer. Das sind gerade mal 6% des gesamten bayerischen Spessarts (170.000 Hektar). Somit würde lediglich ein Bruchteil davon zum Nationalpark erklärt werden. Für einen Nationalpark sollten nur öffentliche Waldflächen ausgewiesen werden. Der Suchraum für den Schutz eines Waldgebietes von 10.000 Hektar wäre wohl vor allem im Hochspessart, in den Landkreisen Main-Spessart, Aschaffenburg und Miltenberg. Aus naturschutzfachlicher Sicht wären besonders Wälder im BaySf-Forstbetrieb Rothenbuch für die Einrichtung eines Nationalparks geeignet.

Der Spessart ersteckt sich über 244.000 ha, davon 73.000 ha in Hessen und 171.000 ha in Bayern (Naturpark bayerischer Spessart). Für einen Nationalpark in Bayern ist nur eine kleine Fläche von 10.000 ha (10 x 10 km), also knapp 6 % des bayerischen Teils vorgesehen. Eine konkrete Gebietskulisse ist gerade in Diskussion

 

 

 

 


14.3.2017: Umfrage zu einem Nationalpark im Spessart

Eine deutliche Mehrheit von 64 Prozent der Bewohner in der Region Bayerischer Spessart und Unterfranken befürworten die Einrichtung eines Nationalparks. Das ist das Ergebnis einer repräsentativen Emnid-Umfrage, die der BUND Naturschutz in Bayern (BN), Greenpeace, der LBV (Landesbund für Vogelschutz) und der WWF Deutschland am Dienstag in München vorgestellt haben.

Demnach sind 29 Prozent der Meinung, dass die Einrichtung eines Nationalparks in der Region „sehr gut“ wäre. 35 Prozent halten dies für „eher gut“. 29 Prozent halten einen Nationalpark für „eher schlecht“ (17 Prozent) oder „sehr schlecht“ (12 Prozent). Sechs Prozent der Befragten machten keine Angabe. Die Umfrage zeigt außerdem, dass eine umfassende und sachliche Informationspolitik eine noch breitere Zustimmung ergeben würde: So antworteten fast drei Viertel der Befragten, die dem Nationalpark ablehnend gegenüberstehen, dass sie eher zustimmen würden, wenn Zugang und Nutzung des Waldes für die Bevölkerung nicht eingeschränkt werden. Das Bayerische Umweltministerium hat hinsichtlich des Zugangs bereits klare Zugeständnisse gemacht. Spitzenvertreter der vier Umweltverbände appellierten daher an die Landesregierung, sich durch populistische Stimmungsmache seitens der Nationalpark-Gegner nicht beirren zu lassen. Der entsprechende Kabinettsbeschluss Pro-Nationalpark müsse nun endlich umgesetzt werden. Details

 

 


Detailinformationen zu


Lesen Sie mehr:

Der bayrische Spessart:
Unsere Urwälder von morgen
Hintergrund: Die Douglasie - Retterin in der Not? (PDF) Der Anbau der Douglasie ist vor dem Hintergrund des Klimawandels und des fortschreitenden Verlusts der Artenvielfalt nicht zu rechtfertigen
 

Weiterführende Informationen zum Spessart:
Bürgerbewegung: www.Freunde-des-Spessarts.de
www.spessart-wald.de


Quellen
  • „Geschichte des Waldbaus im Forstamt Rothenbuch“, Dieter Hüttlinger, LMU Forstwissenschaft, 1987
  • „Holznutzungsrechte am Gemeinde- und Staatsforst im Spessart - Rechtliche Grundlagen und auftretende Problemstellungen“, Diplomarbeit, Petra Dutt 2011)