Greenpeace Baumwolle GentechnikGentechnik-Baumwolle-Anbau Indien

Baumwolle wird weltweit überwiegend in Monokulturen mit Hochleistungssorten angebaut, die etwa 20 Mal mit Pestiziden gespritzt werden. Da die Landwirte mehr als die Hälfte ihrer Einnahmen für Pestizide, Dünger und Saatgut aufwenden müssen, sind sie von einer guten Ernte abhängig.

In Indien wurde 2008 auf 6,95 Millionen Hektar (76% der gesamten Baumwollanbaufläche) Monsantos Gentech–Baumwolle angebaut. Sie produziert einen Giftstoff gegen einen bestimmten Schädling – den Baumwollkapselbohrer.

Doch diese Baumwolle führte zu Missernten und damit zu einer eskalierenden Verschuldung, in deren Folge die Zahl der Selbstmorde unter den Bauern dramatisch anstieg. 2003 brachten sich nach Angaben des indischen Landwirtschaftsministeriums ca. 17.000 Bauern um.

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Der UN–Menschenrechtsausschuss hat die indische Regierung deshalb im Jahr 2008 aufgefordert staatliche Unterstützung bereitzustellen, damit die Bauern wieder  vermehrungsfähiges Saatgut kaufen können, um ihre Abhängigkeit von multinationalen Konzernen zu beseitigen.

Die bessere Alternative zu Gentechnik ist laut Weltagrarrat eine kleinbäuerliche Produktion mit regional angepassten Sorten. Die FAO empfi ehlt den ökologischen Anbau zur Ertragssteigerung. Dadurch wird der Schädlingsdruck gemindert und es werden zusätzlich Nahrungsmittel für die Menschen angebaut.