München

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Waldschutzgebiete

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Prozessschutz in Bayern im Vergleich

Bayern als waldreichstes Bundesland hat eine der größten Verantwortung bei der Umsetzung der Nationalen Biodiversitätsstrategie bis 2020. Zwar hat Bayern flächenmäßig im Vergleich zu den anderen Bundesländern mehr Wald-Nationalparks (Kernzone der beiden Nationalparks zusammen: 27.089 ha). Aber mit 2.558.000 ha Bayerische Waldfläche sind, wenn die Nationalpark Kernzonen und die auch streng geschützten bayerischen Naturwaldreservate hinzugezählt werden, nur 1,34 % der Waldfläche streng geschützt. Um das Ziel der 5 % Waldschutz aus der Nationalen Biodiversitätsstrategie umzusetzen, würden für Bayern alleine über 93.000 ha zusätzlich benötigt. Im Gegensatz zu anderen Bundesländern, die für neue großräumige Waldschutzgebiete mittlerweile offizielle Initiativen gegründet haben wie z.B.

gibt es in Bayern nur Initiativen verschiedener Naturschutzverbände und Bürgerinitiativen für einen Nationalpark Steigerwald und für einen Nationalpark Ammergebirge

Der Bayerische Freistaat ist hier aufgefordert auch sein Möglichstes zu tun, um seiner nationalen und internationalen Verantwortung gerecht zu werden.

Bis zur Erfüllung der Ziele aus der Nationalen Biodiversitätstrategie fordern Greenpeace und andere Umweltverbände einen Einschlagsstopp in Laubwäldern die alter als 140 Jahre sind und sich im öffentlichen Eigentum befinden.

Machen Sie bitte mit bei unserer Online Aktion:
https://service.greenpeace.de/themen/waelder/mitmach_aktionen/aktion/protest_e_mail/bald_ausgebucht/

 

Greenpeace zeigt in dem Gutachten Rotbuchenwälder Handlungsräume auf in denen vordringlich Flächen notwendig sind.

 

Schutz der Buchenwälder

Waldschutzgebiete_Buchenwald_Handlungsraeume_11102011
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In Bayern gibt es derzeit zwei Nationalparks

  • Nationalpark Bayerischer Wald mit 24.222 ha (davon 13.234 ha in der Naturzone) und
  • Nationalpark Berchtesgaden mit 20.808 ha (davon 13.855 ha in der Naturzone - diese sind aber zu einem großen Teil nicht bewaldet, so dass der Waldanteil in der Naturzone nur 6.142 ha beträgt).

Weitere Nationalparks in Bayern sollten in folgenden Waldgebieten eingerichtet werden: Steigerwald, Spessart und Ammergebirge. Da im Steigerwald schon konkrete Initiativen für einen Nationalpark bestehen, soll dieser vorrangig umgesetzt werden. Neben Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen hat besonders Bayern eine starke Verantwortung für den Schutz der natürlichen Buchenwälder in Deutschland.

Im Bundesland Bayern gibt es mit 296.420 ha den größten rezenten Buchenwaldbestand in Deutschland. In Deutschland sind bislang weniger als ein Prozent der Wälder geschützt. Bis heute gibt es kein Gesamtkonzept für den Buchenwaldschutz. Stattdessen werden diese Wälder immer intensiver genutzt, auch für die Gewinnung von Holz als Brennstoff. Deutschland hat 2007 im Rahmen der nationalen Biodiversitätsstrategie beschlossen, fünf Prozent der deutschen Waldfläche dauerhaft aus der forstlichen Nutzung zu nehmen und dabei dem Buchenwaldschutz Vorrang zu geben. Die Bundesregierung und die Bundesländer haben bisher keinen Plan vorgelegt, wie die waldrelevanten Ziele der Biodiversitätsstrategie erreicht werden sollen.

Das Gutachten benennt 75 Handlungsräume in verschiedenen Bundesländern – 10 davon liegen in Bayern. Den Kern des Buchenwald-Verbundes bilden nutzungsfreie Großgebiete (Steigerwald, Spessart und Ammergebirge), sowie kleinere Schlüsselgebiete (Riesalb und Erweiterung des Bayerischen Waldes), die durch Korridore (Hassberge, Frankenhöhe, Frankenwald/Fichtelgebirge/Oberpfälzerwald und Nördliche Kuppelalb) und Trittsteine (Hohe Röhn), miteinander verbunden werden sollen.

Notwendig ist zunächst - bis zur Umsetzung der Nationalen Biodiversitätsstrategie in Bayern - ein Einschlagstopp in allen Laubwaldbeständen, die älter als 140 Jahre sind.

Greenpeace Gutachten Rotbuchenwälder im Verbund schützen:

 

HANDLUNGSRAUM STEIGERWALD

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HANDLUNGSRAUM SPESSART

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Ammergebirge Hasentalkopf

HANDLUNGSRAUM BAYERISCHE ALPEN/AMMERGEBIRGE

Der Suchraum für einen Nationalpark sieht im Kern insbesondere das größte Bayerische Naturschutzgebiet (28.850 ha) vor – welches teilweise schon seit 1926 besteht ist. Es handelt sich um Bergmischwaldreiche Kalkalpinflächen. Da es in der Voralpenzone liegt, ist es weitgehend bewaldet. Das Ökosystem ist gekennzeichnet von Matten- und Krummholzregion, subalpine Latschenfelder, Fichten- und Bergmischwälder aus Tanne, Buche, Fichte und Bergahorn, Grauerle und Schluchtwälder sowie Hochmoore. Es bietet Teile des größten unzerschnittenen Waldgebietes der Labkraut-Tannenwälder. Es bietet große Flächen von naturnahen Wälder Schneeheide-Kiefernwälder und hochmontanen Wälder ergänzt um kleinere schützenswürdige Waldbiotope und die Zone der Latschengebüsche. Es bestehen aber auch noch naturferne Fichtenforste, die umgebaut werden müssen. Vorrang für die Ausweisung von Nationalparken sollen Waldflächen im öffentlichen Besitz darstellen.

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Nationalparks

Nationalparks wurden geschaffen, damit Zonen entstehen in denen die Natur Natur bleiben darf. Seit der Borkenkäfer die Fichtenwälder in den Nationalparks stark verändert, ein natürlicher Prozess, stellen verschreckte Anwohner und Politik diesen Prozess in Frage. Dabei zeigt die 40-jährige Erfahrung im Nationalpark Bayerischer Wald, dass in den vom Borkenkäfer beeinflussten Fichtenbeständen deutlich schneller neuer Wald wächst, wenn sie dem Lauf der Natur überlassen werden.

Dagegen führt die Borkenkäferbekämpfung durch Kahlschläge zu negativen Umweltbedingungen für die Waldregeneration. Sie sollte deshalb nur außerhalb der Naturzone auf Randzonen des Nationalparks beschränkt werden.

Für die internationale Anerkennung eines Nationalparks müssen 75% der Nationalparkfläche innerhalb von 30 Jahren als Naturzone aus-gewiesen und die natürliche Dynamik geschützt werden.

 

Nationalpark unter Druck von Borkenkäfern

NLP Bayerischer Wald Lusen Hochlageninventur
Naturverjüngung im NLP Bayerischer Wald, Lusen, 2010

Nationalparks wurden erschaffen, damit Zonen entstehen in denen die Natur Natur bleiben darf. Seit der Borkenkäfer die Fichtenwälder in den Nationalparks stark verändert, ein natürlicher Prozess, stellen verschreckte Anwohner und Politik diesen Prozess in Frage. Dabei zeigt die 40-jährige Erfahrung im Nationalpark Bayerischer Wald, dass in den vom Borkenkäfer beeinflussten Fichtenbeständen, deutlich schneller neuer Wald wächst, wenn sie dem Lauf der Natur überlassen werden.

Dagegen führt die Borkenkäferbekämpfung durch Kahlschläge zu negativen Umweltbedingungen für die Waldregeneration. Sie sollte deshalb nur außerhalb der Naturzone auf Randzonen des Nationalparks beschränkt werden.

Für die internationale Anerkennung eines Nationalparks müssen 75% der Nationalparkfläche innerhalb von 30 Jahren als Naturzone ausgewiesen und die natürliche Dynamik geschützt werden.

Im Nationalpark Bayerischer Wald wird dieses Ziel durch die kahlschlagähnliche Borkenkäferbekämpfung im Erweiterungsteil entwertet. Im benachbarten tschechischen Nationalpark Šumava wurde die Naturzone schon vor 16 Jahren von 22% auf 13% reduziert anstatt erweitert. Nun stellt die Politik selbst diese ohnehin viel zu kleine Naturzone wieder in Frage. Der Sturm Meikel im Juli 2011 hat durch großflächige Windwürfe die Diskussion um Borkenkäferbekämpfung „Ja“ oder „Nein“ wieder in Gang gebracht.

 

 

Fichten in Nationalparks

Größere Fichtenbestände, die besonders durch den Fichtenborkenkäfer (Buchdrucker) gefährdet sind, gibt es im tschechischen NLP Šumava und im NLP Bayerischer Wald aber auch in anderen deutschen Nationalparks wie dem

  • Nationalpark Harz (knapp 50 % der Fläche noch mit Borkenkäferbekämpfung) ,
  • Nationalpark Berchtesgaden (ca. 30 % noch mit Borkenkäferbekämpfung) und im
  • Nationalpark Eifel.

Da Fichtenbestände nicht nur in Nationalparks sondern auch in sehr vielen Wirtschaftswäldern vorkommen, bestehen auch dort immense Probleme mit Buchdruckern, mit dem Unterschied, dass diese befallenen Bäume im Wirtschaftswald meist sofort entnommen werden und dadurch das Problem nicht so sichtbar ist. Ein Großteil der Fichtennutzung in Deutschland findet aufgrund Borkenkäferbefalls statt. In vielen Gegenden Deutschlands sind Fichtenbestände insbesondere durch den spürbar gewordenen Klimawandel (z.B. Erwärmung, Niederschlagsdefizite) bedroht, bzw. bereits deutlich zurückgegangen. Geschwächte Fichten sind für den Borkenkäfer ein „gefundenes Fressen“! Im Gegensatz zu Wirtschaftswäldern, in denen die Holznutzung oft im Vordergrund steht, sollte allerdings in den Nationalparks die natürliche Dynamik – und somit auch Borkenkäfer - zugelassen werden.

 

Lesen Sie hier mehr zu den Anforderungen und Zielen eines Nationalparks

 

Naturwaldreservate

Naturwaldreservate um Muenchen Naturwaldreservate rund um München

Derzeit gibt es in Bayern 154 Naturwaldreservate mit einer Fläche von 7.066 ha, in welchen keine forstliche Nutzung mehr stattfindet (wie sonst nur in den Nationalparks "Bayerischer Wald und Berchtesgaden"). Die durchschnittliche Größe der Naturwaldreservate beträgt nur 43 ha. Die Schutzkategorien Landschaftsschutzgebiete, FFH, Biosphärenreservate, Naturparke, Bannwald und Naturschutzgebiet bedeuten nicht, dass diese Wälder aus der Nutzung genommen worden sind. Ordnungsgemäße Forstwirtschaft ist in diesen Gebieten in den allermeisten Fällen ohne Einschränkung möglich. Deshalb sind nur die Nationalparks und die sehr kleinräumigen Naturwaldreservate für einen wirklichen Waldschutz relevant.

Mit allen Nationalparks (Kernzone) und Naturwaldreservaten sind in Bayern nur 1,3 % der Waldfläche Bayerns geschützt. Die Naturwaldreservate haben daran nur einen Anteil von 0,28 % am Wald in Bayern

Zur Karte der Naturwaldreservate rund um München

 

Zuletzt aktualisiert am Montag, den 30. Januar 2012 um 17:08 Uhr