Pressemitteilung vom 13. Juli 2000
Atomausstieg der Greenpeace-Gruppe München
Seit Juni 2000 bezieht die Greenpeace-Gruppe München Ökostrom von der Greenpeace energy eG. Der verbrauchte Strom wird zu mindestens 50 % aus regenerativen Energiequellen wie Wind, Wasser, Sonne oder Biomasse, und zu höchstens 50 % aus gasbefeuerten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen gewonnen. Dabei wird der Strom zeitnah zum Verbrauch produziert, womit eine Vollversorgung der Kunden möglich wird – 365 Tage im Jahr und 24 Stunden am Tag.
„Dieser Energie-Mix stellt den Einstieg in eine zukunftsfähige und nachhaltige Energieversorgung dar, ohne das Risiko eines atomaren Unfalls, ohne die nach wie vor offene Entsorgungsfrage des Atommülls und mit deutlich verringertem Ausstoß an klimaschädlichem Kohlendioxid. Damit ist der Beweis erbracht, daß die Erzeugung von Ökostrom zu einem vertretbaren Preis möglich ist “, freuen sich die Energieexperten der Greenpeace- Gruppe München.
Seit Liberalisierung des Strommarktes in Deutschland hat der Verbraucher endlich die Möglichkeit, durch die Wahl des Energieversorgers auch über die Art und Weise der Energieerzeugung mit abzustimmen. Greenpeace München fordert alle Umweltfreunde zum Handeln auf: "Jeder kann seinen persönlichen Atomausstieg schon jetzt vollziehen und so den Atomkonsens der Regierung für sich privat vorverlegen."
Die Ende letzten Jahres gegründete Einkaufsgenossenschaft Greenpeace energy liefert bundesweit umweltfreundlich erzeugten Strom. Die Regelung der Durchleitungsbedingungen für den Strom durch die Stromnetze der Netzbetreiber und das dazu zu entrichtende Entgelt sorgten in der Vergangenheit für erhebliche Schwierigkeiten und Verzögerungen. Es dauerte ein halbes Jahr bis die erste ‚grüne‘ Rechnung ins Münchener Greenpeace-Haus kam.
Den Mehrpreis von ca. 15,-- DM pro Monat nehmen die derzeit ca. 250 Kunden in München aus Verantwortungsbewußtsein gerne in Kauf, wenn damit einer umweltfreundlichen Energieversorgung zum Durchbruch verholfen wird.




