Presseerklärung vom 17. Oktober 2009
Karl-Valentin-Denkmal mit Klimaschutz-Botschaft
Greenpeace-Gruppe München verteilt Postkarten, mit denen die Menschen Merkel zum Engagement beim Klimagipfel in Kopenhagen auffordern können
München, 17.10.2009 — Für eine Fotoaktion hat die Greenpeace-Gruppe München dem Karl-Valentin-Denkmal am Viktualienmarkt in München eine Sprechblase mit Klimaschutzbotschaft verpasst: In Kopenhagen Geschichte schreiben, Frau Merkel: Klima retten!
Die Fotos werden als Postkarten heute ab 11 Uhr in der Theatinerstraße verteilt. Damit können Passanten Bundeskanzlerin Angela Merkel zu mehr Engagement im Klimaschutz auffordern. Auch in 31 weiteren deutschen Städten wurden bekannte Denkmäler mit dieser Botschaft fotografiert.
Auf dem Klimagipfel in Kopenhagen wird über die Zukunft unserer Erde entschieden
, sagt Markus Guddat von der Greenpeace-Gruppe München. Wir fordern Kanzlerin Merkel auf, persönlich am Klimagipfel teilzunehmen und endlich Geld für den Klima- und Urwaldschutz bereitzustellen. Als bedeutende Industrienation muss Deutschland in den Verhandlungen eine Führungsrolle einnehmen.
Auf dem UN-Klimagipfel im Dezember in Kopenhagen soll ein Nachfolgeabkommen für das Kyoto-Protokoll verabschiedet werden. Damit der Gipfel ein Erfolg werden kann, müssen die Industrienationen die Entwicklungsländer beim Schutz des Klimas unterstützen. Zudem müssen die Industrienationen ihren CO2-Ausstoß um mindestens 40 Prozent bis 2020 verringern. Greenpeace fordert von den Industrieländern, jährlich 110 Milliarden Euro für den Urwald- und Klimaschutz bereitzustellen. Für Deutschland bedeutet dies einen Anteil von sieben Milliarden Euro im Jahr.
Mit dem Geld soll unter anderem ein Urwaldfonds finanziert werden. Der Schutz der Wälder spielt in den Klimaverhandlungen eine besondere Rolle. Knapp 20 Prozent der weltweiten Treibhausgase kommen aus der Zerstörung der Urwälder. Jährlich verlieren wir weltweit circa 30 Millionen Hektar Urwald, dies entspricht der Fläche eines Fußballfeldes alle zwei Sekunden.




