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Presseerklärung vom 19. September 2009

Illegaler Gen-Leinsamen noch immer in Baldham zu finden

Greenpeace-Gruppe München räumt nicht zugelassene Gen-Lebensmittel aus den Regalen

Baldham, 19.09.2009 — Aktivisten der Greenpeace-Gruppe München entfernen heute in einer Filiale der Supermarktkette Tengelmann Produkte mit illegalem Gen-Leinsamen aus den Regalen. Sie werden den Filialleitern übergeben, damit diese die Lebensmittel an die Hersteller zurückschicken. Bei der betroffenen Ware handelt es sich um das 'Frühstücksmüsli' der Firma Seitenbacher. Greenpeace hatte bereits am 11. September in diesem Lebensmittel eine Verunreinigung mit illegalem Gen-Leinsamen nachgewiesen. Die Händler sind dazu verpflichtet, alle betroffenen Produkte unverzüglich vom Markt zu nehmen. Die Greenpeace-Aktivisten protestieren mit ihrer Aktion gegen die Untätigkeit der Händler, die die illegalen Gen-Lebensmittel noch immer zum Verkauf anbieten.

Diese fahrlässige Schlamperei von Tengelmann nehmen wir Verbraucher nicht hin, sagt Klaus Müller, Gentechnik-Experte der Greenpeace-Gruppe München. Über eine Woche nach ihrem Fund liegt die illegale Gen-Ware noch immer in den Regalen der Supermärkte. Die möglichen gesundheitlichen Risiken des Gen-Leinsamens für die Bevölkerung wurden von den europäischen Behörden nicht überprüft. Wir lassen nicht zu, dass wir Verbraucher zu Versuchskaninchen gemacht werden.

Die entdeckte, illegale Gen-Leinsaat (FP967/CDC Triffid) ist in der EU weder als Lebensmittel oder Tierfutter noch zum Anbau zugelassen. Sie stammt nach Angaben der Behörden zu großen Teilen aus Kanada. Deutschland führt jährlich etwa 100.000 Tonnen Leinsaat ein, überwiegend aus Kanada. Dort ist der Anbau der Gen-Pflanze seit 2001 verboten. Leinsaat findet sich in Backwaren, Müslimischungen und Speiseölen. Nach Angaben der Behörden wurde illegaler Gen-Leinsamen in alle deutschen Bundesländer sowie in neun weitere europäische Staaten geliefert.

Wir Verbraucher wollen kein Gen-Food im Supermarktregal, so Müller. Welche Hersteller und welche Marken mit der illegalen Gen-Leinsaat verunreinigt sind, wurde von Seiten der Behörden bisher noch nicht bekannt gegeben. Auch ist unklar, seit wann die Behörden von den Verunreinigungen wissen.