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Presseerklärung vom 4. August 2002

Der Esso-Tiger steigt aus beim Klimakiller No.1

Greenpeace mahnt mit 7,5-Tonner und Riesentiger auf dem Marienplatz

München, der 04.08.2002 - Unter dem Motto "Lass den Tiger aus dem Tank!" läuft zur Zeit bundesweit eine Greenpeace Informationstour. Das Ziel dieser Tour ist es, die Öffentlichkeit über die katastrophale Konzernpolitik von Esso aufzuklären. Heute, am Sonntag von 11.00-16.00 Uhr, macht die Tour erstmalig in München, mitten auf dem Marienplatz, halt. 12 Greenpeace Aktivisten der Münchner Gruppe protestieren gemeinsam mit dem Esso Tiger, umgeben von Ölfässern, hissen sie ein Banner, verteilen Flugblätter und Protestpostkarten, auf einer 5x6m grossen Bildwand informieren sie die Passanten und sammeln Unterschriften, um mehr Verantwortung vom Essokonzern einzufordern.

"Esso zerstört die Umwelt ohne Rücksicht auf Verluste und sabotiert den Klimaschutz", sagt der Sprecher der Greenpeace Gruppe, Christian Leithaeuser. Die Verbrennung fossiler Energieträger ist die Hauptursache der globalen Klimaveränderung. Esso, der weltweit größte Ölkonzern, muss Verantwortung für seine Produkte übernehmen - eine Verantwortung, die selbstverständlich die Folgen des Produktverbrauchs mit einschließt. Da der Konzern durch den Verkauf fossiler Energieträger jährlich zweistellige Milliardengewinne einspielt, hat er keinerlei Interesse, in zukunftsfähige, sprich regenerative, Energien zu investieren. Im Gegenteil: Der Ölkonzern untergräbt systematisch alle Anstrengungen, durch internationale Abkommen die Klimaerwärmung in den Griff zu bekommen. Auch bedroht Esso durch die Erdöl- und Erdgasgewinnung vor der russischen Insel Sakhalin den Lebensraum der letzten Grauwale, in Kamerun wird für eine Ölpipeline der Urwald zerstört.

Greenpeace-Kampagnen gegen die Konzernpolitik von Esso laufen zur Zeit weltweit: in den USA, Kanada, England, Frankreich und Australien. Mitte Mai hatte Grreenpeace beispielsweise eine Esso-Raffinerie in Frankreich für über 12 Stunden besetzt. Ende Mai stiegen Aktivisten auf das Dach der zehnstöckigen europäischen Konzernzentrale in Hamburg und ersetzten die beiden "S" im Logo des Konzerns durch Dollarzeichen.

Greenpeace fordert Esso auf, sich als weltweit tätiger Ölkonzern zu seiner ökologischen und sozialen Verantwortung zu bekennen. Wenige Wochen vor dem Weltgipfel in Johannesburg und 10 Jahre nach dem Umweltgipfel von Rio muss Schluss sein mit dem rücksichtslosen Ausplündern von Ressourcen. Statt dessen steht Esso in der Verantwortung, seine Blockadehaltung gegen regenerative Energiequellen aufzugeben und in zukunftsfähige Energiegewinnung zu investieren.